Traditionelle Französin knackig beschwipst

Nanna’s Beschwipste Almond-Tarte-Tatin

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Hallo Ihr Lieben, hier bin ich endlich mal wieder mit einem neuen Rezept oder besser einem alten Rezept auf Abwegen.

Ich habe mich von dem Tarte-Fieber anstecken lassen und MEINE erste Tarte-Tatin gebacken. Zuerst überlegte ich, mir eine Tarte-Tatin-Form dafür zuzulegen, aber dann dachte ich mir, dass es doch auch eine Bratpfanne (natürlich ofengeeignet) oder eine hohe Auflaufform tun müsste…zumindest zur ersten Probe. Ich kenn mich ja, wenn das Rezept gelingt, wandert so eine Form auf meinen Wunschzettel.

Also… lange Rede- gar kein Sinn… was braucht ihr für die Tarte:

Material und Gerätschaften:

1 ofengeeignete Bratpfanne (ich hab eine mit abnehmbaren Stiel) ca. 28-30 cm

1 Schüssel für den Mürbeteig

1 Küchenwaage

etwas Klarsichtfolie

1 Holzlöffel

1 Teigrolle

Zutaten für die Tarte:

Mürbeteig:

75 g Zucker

150 g kalte Butter in Würfel geschnitten

225 g Mehl

1-2 EL kaltes Wasser

Karamell:

175 g Zucker

120 g Butter

2 EL Wasser

4 cl Calvados

Belag:

1,5 kg Äpfel (Boskop, Ontario, Red Elster o.ä.)

Saft einer halben Zitrone

Ca 50 g gehobelte Mandeln

Damit können wir loslegen.

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Ihr beginnt damit, die Zutaten für den Mürbeteig bis auf das Wasser in eine Schüssel zu geben und mit den Fingerspitzen die Butterwürfel mit den trockenen Zutaten zu zerdrücken. Achtet darauf, dass immer Mehl zwischen der Butter und euren Fingern ist, damit die Butter nicht zu warm wird. Ist die Butter halbwegs zerkleinert reibt ihr die Masse in euren Handflächen zu feinen Krümeln und lasst diese beim Reiben immer herausrieseln. Ist alles gut zerkrümelt gebt ihr bitte einen EL kaltes Wasser dazu und knetet den Teig schnell zu einer Kugel. Drückt die Kugel etwas flach, wickelt sie in Frischhaltefolie und ab damit für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Klar könnt ihr das auch mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät machen, aber bitte auf langsamer Stufe mit Rührhaken (nicht Knethaken). Aber es lohnt sich nicht, es rauszuholen denn mit den Händen geht es superschnell.

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Im nächsten Schritt schält ihr die Äpfel, entkernt sie und schneidet sie in Achtel-Spalten. Gebt die Spalten in eine Schüssel mit kalten Wasser, welchem ihr den Zitronensaft zugebt.

Nun stellt ihr die Pfanne auf den Herd und gebt den Zucker hinein und dazu das Wasser. Auf etwas mehr als mittlerer Hitze (Induktion bei Einteilung bis Stufe 9 nehme ich Stufe 6) lasst ihr den Zucker auflösen und gebt dann die Butter dazu. Lasst das Ganze nun zu einem schönen goldbraunen Karamell werden, aber ACHTUNG!!! Immer dabeibleiben damit es nicht zu dunkel und damit bitter wird. Ihr müsst bedenken, dass der Karamell im Ofen ja noch weiter dunkelt. Solltet ihr die Tarte in einer Auflaufform backen, buttert die Form ordentlich aus und kühlt die Form dann. Füllt den Karamell nun in die Form um und verfahrt im Folgenden weiter wie sonst mit der Pfanne beschrieben.

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Ist der Karamell nun nach eurem Wunsch gebräunt nehmt ihr die Pfanne von der Hitze und bestreut den Karamell mit den gehobelten Mandeln. Nun schichtet ihr die Apfelspalten kreisförmig in Strahlen mit der Wölbung nach unten in die Karamellmasse. Eine zweite Lage Apfelspalten schichtet ihr nun mit der Wölbung nach oben in die entstandenen Zwischenräume.

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Beschwipst die Äpfel nun mit dem Calvados und gebt die Pfanne nun bei 180°C Umluft oder 200°C Ober-/Unterhitze ins untere Drittel in den Backofen. Lasst die Äpfel dort etwa 20 – 25 Minuten vorgaren.

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In der Zwischenzeit nehmt ihr euren Mürbeteig und rollt ihn auf einer bemehlten Unterlage ca. 2 cm größer als eure Pfanne ca. 3-5 mm dick aus. Platziert die Teigdecke auf einer ebenen Unterlage (Tortenteller oder Tortenretter z.B.) und stecht es mit einer Gabel ca. 20 mal ein. Stellt den Teller mit dem Teig nochmals mit Folie abgedeckt in den Kühlschrank.

Sind nun die Äpfel vorgegart, nehmt ihr die Pfanne aus dem Ofen und legt den Mürbeteig auf. Dies geht besonders gut, wenn ihr den Teigfladen zur Hälfte zusammenlegt und dann zum Viertel legt. Platziert den Fladen schön mittig, aber verbrennt euch nicht die Finger. Die Ränder schiebt wenn es geht am Innenrand der Pfanne zwischen Äpfel und Pfannenrand. Falls es nicht geht, schlagt die Enden einfach um. Pikst mit einem Messer in die Mitte des Teigs noch ein etwa 5 mm großes Abzugsloch.

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Jetzt muss die Pfanne nochmal für ca. 25 Minuten in den Ofen. Die Tarte ist fertig gebacken, wenn der Mürbeteig eine schöne goldbraune Farbe hat und wenn er beim Klopftest (vorsichtig mit dem Fingernagel) leicht hohl und keksig klingt und sich so anfühlt.

Nehmt die Pfanne aus dem Ofen und lasst die Tarte etwa 10 Minuten in der Pfanne ruhen. Jetzt legt euren Teller oder euer Brett auf die Pfanne und stürzt die Tarte. Lasst ihr eine Minute Zeit bevor ihr die Pfanne lüftet. Sollte etwas in der Pfanne hängengeblieben sein, verteilt es mit einem Löffel auf der Tarte.

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Eure Nanna

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